C-Wurf

Das erste Bild

03.11.2020

Das Rendezvous von Oskar und Aivy scheint erfolgreich gewesen zu sein. Im Ultraschall sind Fruchtbläschen zu sehen. Wie viele Welpen werden es sein? Nicht genau zu erkennen. Sehr viele wohl nicht. Wir sind gespannt.

Es sind wieder vier!


Die erste Woche

06.12.2020 Nikolaus

Wir haben es uns schon gedacht. 61 Tage nach dem Rendesvouz haben wir Nikolaus, ob da die Welpen kommen? Aivy hat Wort gehalten. Am Abend des 5.12. wurde sie unruhig, kramte die Wurfbox nach eigenem Geschmack um, obwohl wir uns doch soviel Mühe gegeben haben, sie hübsch und sicher einzurichten. Aber nein, Aivy sah das anders, und schon bald herrschte das totale Tohuwabohu. Dann wurde sie auf einmal ziemlich kurzatmig, Kenner sprechen vom Hecheln. Für uns das Signal: Die Nacht ist gelaufen, an Schlafen nicht zu denken. Und dann, so etwa um halb 3, wollte Aivy loslegen, aber gar so leicht hat der erste Welpe es ihr nicht gemacht, 1 1/2 Std. mühselige Arbeit, dann war es geschafft. Ein kleiner Rüde hat das Licht der Welt --- nein, Welpen sind ja zunächst noch blind --- hat die ersten Atemzüge getan, ist mutig zu Mamas Zitzen gerobbt und saug schmatz schlürf. Geschafft.



Dann, nur 10 Minuten später, der zweite Welpe und dasselbe Szenario. Wieder ein Junge. Dann noch zweimal. Jetzt waren die Mädel an der Reihe. Und um 6.30 war Ruhe und Trinken angesagt.


Schnell noch wiegen, bevor sie zu dick werden. Alle wiegen zwischen 240 und 260g, fit und munter. Super. So soll es sein.


Und Aivy macht gewissenhaft ihren Job.

Die zweite Woche

Die Zeit vergeht wie im Fluge und eh man sich versieht, ist schon die erste Woche vergangen. Aivy kümmert sich um alles.  Und bald werden aus den kleinen Himbeernäschen dunkle Krominasen. Und das Gewicht: Jeder nimmt pro Tag zwischen 30 und 50 g zu, und am 8 Tag hat sich das Geburtsgewicht verdoppelt, Noch robben die Kleinen in der Wurfbox herum und suchen die Wärme der Mutter, die sich liebevoll um sie herum kuschelt. Zu trinken gibt's satt.


Schnell zu Mama!

In Mamas Armen schlummert es sich am schönsten

Dann, so um den 11. Lebenstag, sieht man kleine Schlitze zwischen den Lidern. Die Augen beginnen sich zu offnen. Aber bis sie so richtig sehen können, wird es noch ein paar Tage dauern. Dann wird es endlich wahr mit dem Licht der Welt.

Und das Gewicht? Geburtsgewicht x 3 heißt es am Ende der 2. Woche.

Dritte Woche

Wurfboxgeflüster:


- He, Ceyla, haben sie dich heute schon gewogen? 

- Nö, Malin, machen sie bestimmt noch, machen sie jeden Tag. 

- Liebe Ceyla, wenn dann bitte Cilly-Malin vom Gut Oberlehn. Soviel Zeit muss sein. Mich haben sie schon gewogen. Ich wiege gut über ein Kilogramm. Das muss einem erstmal einer nach machen. In knapp 3 Wochen Gewicht mal 4.

- Hihi, das schafft Frauchen nicht mal über die Weihnachtstage. Ey, was ist los? Jungs helft mir, da kommt schon wieder diese Hand!

- Mach dir keine Hoffnung, Ceyla, die Jungs pennen. Lass dich getrost wiegen. Mama passt schon auf, dass die keinen Blödsinn mit uns machen. ---------------  Na, wieviel? 

- 1073g.  

- Ich hingegen habe 1085g

- Olle Angeberin.

- Pass auf, jetzt packt sie sich den Calle.

- Is'n jetzt los, kann man nicht mal in Ruhe schlafen? Gibt's was zu trinken?  ----  Oh man, lass mich hier runter, ich bin noch müde.

- Na, wieviel bringst du denn auf die Waage?

- Geht euch gar nichts an, blöde Weiber.

- Schau Malin, jetzt nehmen sie sich den Carlo vor. Na, wieviel?

- Gähn, das Kilo haben wir Jungs schon längst hinter uns. Jetzt brauchen wir erstmal was zu trinken.


- Würdet ihr Jungs euch bitte nicht so breit machen, immer sucht ihr euch die besten Stellen. 

- Ist ja schon gut, lass die beiden mal zwischen uns, Calle.

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Vierte Woche

Und wieder ist eine Woche vergangen. Die Kleinen werden immer lebendiger, nehmen untereinander Kontakt auf, na, und manchmal wird's eng. Dann muss Mama Aivy eingeifen und für Ruhe und Ordnung sorgen. Hat sie ja schon viel Erfahrung mit. Und Oma Benja darf auch  gucken kommen. Aber nicht zu nahe. Das sieht Aivy gar nicht gern. Dafür lässt sie sich gerne schonmal auf der Nase rumtanzen. Ja, was tut man nicht alles für den Nachwuchs. Ende der Woche soll's schon ein wenig feste Nahrung geben. Mal sehn, ob sie's vertragen.

Fünfte Woche

Das dauert ja mal wieder. Was die da drin wohl machen?

Zu. Geschlossen. Was da wohl gemacht wird?

Hast du schon gehört? Wir sollen bald mal was Gescheites zum Fressen bekommen.

Riecht alles so frisch und sauber hier.

Hunger hätt ich ja schon. Aber das ist es wohl nicht. Ist etwas zäh. Und schmecken tut's auch nicht.

Leute, ist offen ihr könnt reinkommen!

Soll sich nicht so anstellen. So schlecht ist das gar nicht. Ess ich eben allein, hab ich mehr für mich. Wer nicht will, der hat schon.

Guck mal, was die uns hier hingestellt haben. Riecht so fremd, gar nicht nach Milch. Ob die uns  vergiften wollen? Also ich geh da nicht dran.

Sechste Woche

Wurfboxgeflüster:


Hmm, lecker, was ist das denn?

Das ist doch das Rindfleisch mit Gemüse, das wir mittags immer bekommen.


Boah, das schmeckt. Da könnt ich mich glatt reinsetzen!


Hast du doch gestern erst gemacht, Carlo!


Iiiich? Nie und nimmer. Das war die Ceyla.


Unverschämt. So etwas würde ich doch nicht machen. Immer schieben die Jungs alles auf uns Mädchen, nur weil sie über 2 kg wiegen und wir noch nicht. Sie glauben, sie könnten uns alles anhängen. Wir Mädchen sind halt etwas graziöser.


Etwas was???



Ach vergiss es, Malin. Und überhaupt, ich habe gestern bei Calle etwas Interessantes beobachtet.


Erzähl Ceyla.


Also der Calle…


Was denn???


Wir hatten doch gestern Besuch, diese nette Fotografin.


Ja und?


Ich weiß nicht, ob ich das erzählen soll. Also, die hat den Calle auf den Arm genommen.


Ja, das machen diese Menschen doch. Mich haben sie ja auch auf den Arm genommen. Was ist dabei?


Naja, der Calle hat ihr durchs Gesicht geschleckt, bis zu den Ohren. Nicht wahr, Calle?


Gar nicht.


Und warum werden jetzt deine Flecken etwas dunkler? Calle, ich glaub‘, du bist verliebt. Gib’s zu!


Sie war aber auch nett, Ceila, sie hat von uns allen Fotos gemacht, und ihr seht alle super darauf aus.


Ja das stimmt!


© bunterhund-nrw.de

Siebte Woche

Meine Güte, wie die Zeit vergeht, schon wieder ist eine Woche herum. Die Welpis nähern sich immer mehr der 3-Kilo-Grenze und sind schon richtige kleine Hunde geworden. Jetzt beginnt die Lernzeit. Wie fest darf ich meine Zähne gebrauchen, damit Brüderchen nicht losquiekt? Was muss ich machen, damit ich meinen Platz am Fressnapf behalte? Ja, und an die Milch von Mama ist immer schwerer heranzukommen. Erst lässt sie einen dran, dann macht sie auf eimal Stress.  Wenn man's dann noch einmal versucht, ist der Teufel los. Da lässt man's besser und begnügt sich mit dem Wasser aus dem Wassernapf. Und eins lieben die Kleinen besonders. Kuscheln und Schmusen. Auch gerne mit den Menschen, die immer den Fressnapf mit leckeren Sachen befüllen.

Nach draußen dürfen sie natürlich auch.


Und Sonntag, Überraschung, Schnee!!

Achte Woche


Im Garten

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Beim Tierarzt


Es wird ernst. In dieser Woche ist der Tierarztbesuch angesagt. Donnerstag, 28. Januar 2021 um 15.30 Uhr in der Tierarztpraxis Stapelmann. Das heißt, vier Welpen von 2,5 bis 3kg in die Transportbox und ins Auto. Ein Kasten Bier ist leichter. Aber geschafft. Natürlich gab's ein wenig Unruhe unterwegs. Angekommen in der Praxis müssen wir noch ein etwas warten. Dann ist es soweit. Wir dürfen in den Behandlungsraum, und .... wir dürfen die Box öffnen. Neugierig drängeln die Kleinen hinaus, alles anschauen. Hier waren wir ja noch nie, riecht so komisch hier. Schon regnen einige Leckerlis aus Frau Stapelmanns Hand auf den Boden. Super hier, und so nette freundliche Damen um uns herum, die auch nicht mit Leckerlis geizen. Echt klasse. Dann geht's mit Calle los, hinauf auf den glänzenden Tisch. Streichel streichel, Zähnchen geguckt, Herzschlag angehört, Leckerchen bekommen, zwischen den Hinterbeinen ist auch alles perfekt, wie es sich für einen Rüden gehört, Gelenke getestet, am Nacken gestreichelt. War da was? Nochmal Nacken gestreichelt, Leckerchen bekommen. Fertig. Wie jetzt schon? Frauchen hat doch von Chippen und Impfen gesprochen? Alles erledigt, lieber Calle. Du hast jetzt eine eigene, unverwechselbare Nummer mit 15 Stellen. 

Die anderen untersuchen inzwischen rege den Behandlungsraum und machen ihn sich heimisch. Piesel hier, piesel da, Frau Helferin macht wieder sauber und hinterher wird scharf riechendes Zeug drübergesprüht. 

Dann ist Carlo dran, der die Prozedur genauso stoisch über sich ergehen lässt. Jetzt die Mädels, erst Ceyla. Frau Stapelmann schaut ihr erst ganz tief in die Augen, Liebes, dann in den Rachen, sogar mit Stirnlampe. Nichts zu sehen. Alles in Ordnung. Leckerchen. Dann auf einmal. Autsch. Qietsch. Also bitte nicht so grob. Ich bin eine feinfühlige Dame. Leckerchen Leckerchen. Fertig. Ceyla ist jetzt auch nummeriert und geimpft.

Als letzte dann Cilly-Malin, die zwischenzeitlich die Herzen der Assistentinnen bestochen hat. Nützte aber nichts, rauf auf den Tisch, Leckerchen, und los geht's. Natürlich. Empfindliche Dame, kennen wir schon von Ceyla. Also wieder Autsch, Quietsch, geschafft, Leckerchen Leckerchen.

Wie, schon wieder in die Box? Wir haben noch gar nicht alles erforscht! Höchstens, wenn's noch paar Leckerchen gibt.

Tschüss Frau Stapelmann, tschüss ihr freundlichen Assistentinnen! Wann dürfen wir wiederkommen?


Zuhause dürfen sie dann wieder toben und zerren. Was gibt es Schöneres?

Neunte Woche


Auszug


Nun ist es soweit. Die Kontrolle durch den Rassezuchtverein ist erfolgt. Nun dürfen die kleinen Kromfohrländer ihre Geburtsstätte verlassen und in ihre Familien umziehen. Das ist auch notwendig, denn nun beginnt die Bindung an den Menschen. Aivy spielt zwar gerne mit ihnen, aber lässt sie nicht mehr zu nahe kommen. Hier hat schon die Loslösung stattgefunden. Alles Gute für euch Vier. Ihr habt tolle Frauchen und Herrchen! Seid schön brav, lasst euch beschmusen und treibt's nicht zu wild!


                          Calle                          Cilly-Malin              Ceyla              Carlo